Von der Jahrestagung 2017 in Bielefeld

Am vergangenen Wochenende ging die Jahrestagung in Bielefeld zu Ende. Aus Sicht der Evolutionsbiologen gibt es von zwei interessanten Hauptvorträgen von Philine Feulner (EAWAG, Schweiz) und Jan Oettler (Uni Regensburg) sowie von den Plenarvorträgen von Simone Immler und Hanna Kokko zu berichten. Innerhalb des Evolutionsbiologiesymposiums wurden 22 Kurzvorträge (ausgewählt aus 30 Bewerbungen) und 33 Poster präsentiert. Den Posterpreis der Fachgruppe gewann Maike Foraita vom University College Cork („Fertility and extra-pair paternity in a wild population of great tits“). Die nächste Jahrestagung der DZG wird 2018 in Greifswald stattfinden.

Im Fachgruppentreffen konnten wir versichern, dass die Graduiertentreffen für die nächsten zwei Jahre gesichert sind (19.-20.3.2018 in Freiburg zum Thema „Life History Evolution„; 2019 in Hamburg („Hybridisation“). Für das Jahr 2020 suchen wir demnach noch eine Ausrichterin.

Auf Wunsch möchten wir hier noch einmal die Kriterien für die Auswahl der Kurzvorträge aus den vielen eingereichten Abstracts kurz auflisten: Natürlich müssen die Abstracts interessant sein und einen qualitativ hochwertigen Vortrag erwarten lassen. Darüber hinaus ziehen wir Vorträge, bei denen bereits Ergebnisse vorgestellt werden, solchen vor, bei denen möglicherweise noch keine Daten vorliegen. Für die Diskussion zur Planung von Experimenten eignen sich die Graduiertentreffen (siehe oben) gut. Da wir uns immer zwischen mehreren guten Abstracts entscheiden müssen, achten wir auf die Diversität des Programms. Das bedeutet, dass wir im Zweifel lieber Vorträge zu verschiedenen Organismengruppen und aus verschiedenen Arbeitsgruppen ins Programm nehmen, um die Bandbreite der Forschung innerhalb der DZG-Mitglieder darzustellen. Zudem ermöglichen wir Autoren, die im vorigen Jahr keinen Vortrag bekommen haben, ihre Forschung zu präsentieren.

Wir bitten auch jetzt schon wieder um Vorschläge für Symposiumsredner für die Jahrestagung 2019 in Greifswald. Selbstvorschläge sind auch willkommen, ein kurzer CV macht uns die Auswahl einfacher.

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Fachgruppentreffen Evolutionsbiologie am 13.9. in Bielefeld

Liebe Evolutionsbiologen,

im Rahmen der DZG-Jahrestagung in Bielefeld wird auch das jährliche
Treffen der Fachgruppe Evolutionsbiologie stattfinden, zu dem wir Sie
herzlich einladen:

 Mittwoch, 13.9., 16:50 im Raum H13 (Hauptgebäude Uni Bielefeld)

Themen unter anderem:
– Bericht aus der Vorstandssitzung der DZG
– Wahl der Fachgruppensprecher
– Berichte und Planungen zu den Graduiertentreffen 2017-2019
– Suche nach Ausrichtern für das Graduiertentreffen 2020
– ..

Für andere Themen, die wir üblicherweise behandeln, sehen Sie die Notizen vom Fachgruppentreffen 2016 in Kiel.

Wir würden uns freuen, Sie dort zu sehen!

Viele Grüße,
Claudia Fricke, Sandra Steiger & Volker Nehring

Bericht vom Graduiertentreffen 2017 in Plön

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Teilnehmer des 22. Graduiertentreffens der DZG Evolutionsbiologie in Plön

Das 22. Graduiertentreffen der Fachgruppe Evolutionsbiologie fand vom 19. bis 21. April 2017 am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön statt und wurde organisiert von Tobias Lenz und Lutz Becks. Das Treffen stand in diesem Jahr unter dem Schwerpunktthema ‚antagonistische Koevolution‘, wobei auch TeilnehmerInnen anderer Forschungsrichtungen willkommen waren. Das Thema antagonistische Koevolution umfasst einige der dynamischsten Prozesse in der Evolutionsbiologie und eignet sich deshalb gut, grundlegende evolutionäre Aspekte und Mechanismen zu erforschen und zu vermitteln. Die beiden eingeladener Redner, Kayla King (Oxford University) und Sylvain Gandon (CEFE Montpellier), vertreten unterschiedliche aber komplementäre Ansätze in diesem Gebiet. Das Treffen lief von Mittwoch Nachmittag bis Freitag Mittag und bot neben den beiden Gastvorträgen viel Raum für ausgewählte Vorträge der Teilnehmer sowie eine ausgedehnte Poster-Session. Somit hatten alle TeilnehmerInnen die Möglichkeit, Ihre Arbeit zu präsentieren.

Insgesamt hatten sich 36 TeilnehmerInnen angemeldet, wobei hier das interessante Verhältnis von 30 Teilnehmerinnen zu 6 Teilnehmern hervorzuheben ist. Der allergrößte Teil der TeilnehmerInnen des durchgehend auf Englisch abgehaltenen Treffens kam von deutschen Institutionen, aber auch aus Polen und Österreich kamen je zwei, und aus Großbritannien eine Teilnehmerin. Sowohl die Vorträge als auch die Poster waren ganz überwiegend von beeindruckender Qualität. Nicola Fischer von der Universität Greifswald erhielt einen Preis für Ihren Vortrag zum Thema „Yearly outbreak of White-Nose Disease in bats associated with an environmental reservoir for the pathogen Pseudogymnoascus destructans“ und Sergio Avila von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster erhielt einen Preis für sein Poster zum Thema „Egg antibacterial activity in Drosophila melanogaster„. Auch die anschließenden Fragen und Diskussionen zeugten von einer guten Vorbildung und ausgeprägtem Enthusiasmus für das Schwerpunktthema im Besonderen und den wissenschaftlichen Diskurs im Allgemeinen. Den Abschluss des Treffens bildete eine angeleitete Diskussionsrunde zum Thema Vorurteilsbewusstsein in der Wissenschaft, welche eine angeregte Auseinandersetzung mit dem Thema anstieß und durchweg positiv aufgenommen wurde.

Aufruf: Vorschläge für Symposiumsrednerinnen zur Jahrestagung in Bielefeld

Für die kommende Tagung vom 12.9. bis 15.9. 2017 in Bielefeld kann die Fachgruppe wieder zwei Symposiumsredner einladen. Es können zwei Personen vortragen. Wir bitten um Vorschläge, dabei sind sowohl Selbstbewerbungen willkommen als auch natürlich Vorschläge für andere. Dazu bitten wir um CV, eine Publikationsliste und ein kurzes Bewerbungsschreiben. Der Aufruf richtet sich besonders an hervorragende Nachwuchswissenschaftler/innen, die den Sprung auf eine Daueranstellung noch nicht geschafft haben. Reise-/Übernachtungskosten können bis zu 500 Euro pro Person übernommen werden.

Vorschläge sind bitte bis spätestens 01.12.2016 an die Fachgruppensprecher zu senden. Dabei möchten wir um Transparenz bitten: wenn sich Interessierte in zwei oder mehr Fachgruppen bewerben oder Vorschläge unterbreiten, sollte dies bei der Bewerbung/beim Vorschlag angegeben werden, um Dopplungen zu vermeiden.

Wir freuen uns auf zahlreiche Nominierungen!

Notizen vom Fachgruppentreffen 2016 in Kiel

Das Wichtigste vom Fachgruppentreffen in Kürze:

  • Das Graduiertentreffen in Greifswald 2016, gemeinsam veranstaltet mit der Fachgruppe Ökologie, war mit 104 Teilnehmern ein voller Erfolg. Vielen Dank noch einmal an Klaus Fischer und sein Organisationsteam.
  • Das nächste Graduiertentreffen 2017 wird vom 19.-21. April in Plön stattfinden, dort gibt es 50 Plätze. Organisatoren sind Tobias Lenz und Lutz Becks. http://web.evolbio.mpg.de/coevolve/ Für 2018 und 2019 sind Treffen in Freiburg und Hamburg lose geplant.
  • Der Emailverteiler ist in 2016 in die Hände von Stefanie Gierszewski (Siegen) und Johannes Stökl (Regensburg) übergegangen. Vielen Dank noch einmal an Nina Kniel und Arndt Wellbrock aus Siegen, die den Verteiler in den letzten Jahren betreut haben! Dabei haben sie nicht nur Stellenanzeigen und Ankündigungen von Workshops und Konferenzen weitergeleitet sondern auch aktiv nach ihnen gesucht. Informationen für den Verteiler bitte an dzg.evol@gmail.com schicken.
  • Für das Evolutionsbiologiesymposium auf der DZG-Tagung 2016 in Kiel mussten wir 16 Vorträge aus 50 Bewerbungen auswählen. Fast alle Abstracts waren sehr gut, wir haben Beiträge zu Postern umgewandelt, wenn es wirkte, als seien noch nicht alle Daten gesammelt worden, oder wenn ein Bewerber im Jahr zuvor schon einen Vortrag gehalten hat. Zwischen einigen Abstracts haben wir am Ende gelost. Für die Tagung 2017 in Bielefeld werden wieder mehr Vortragsslots zur Verfügung stehen.
  • Es fand eine Fachgruppensprecherwahl statt. Sandra Steiger (Ulm) und Volker Nehring (Freiburg) wurden wiedergewählt. Als dritte Sprecherin kommt Claudia Fricke aus Münster dazu. Herzlich willkommen!

21. Graduiertentreffen der Fachgruppen Evolutionsbiologie und Ökologie in Greifswald

21. Graduiertentreffen der Fachgruppen Evolutionsbiologie und Ökologie in Greifswald Das Graduiertenkolleg RESPONSE („Biological Responses to Novel and Changing Environments“) an der Universität Greifswald war Gastgeber des 21. Graduiertentreffens der Fachgruppe Evolutionsbiologie, welches in diesem Jahr als gemeinsames Treffen mit der Fachgruppe Ökologie ausgerichtet wurde. Die Organisation des Treffens lag in Händen von Klaus Fischer, Lisa Lehnen, Pierick Mouginot, Elisabeth Reimer, Michael Schöner und Amanda Wiesenthal. Die Veranstaltung begann am Abend des 06.03.2016 mit einer „Icebreaker-Party“ in der Jugendherberge Greifswald, welche regen Zuspruch fand und viel Gelegenheit zu ersten Gesprächen und gegenseitigem Kennerlernen bot.

Das wissenschaftliche Programm des Treffens startete am Morgen des 07.03.2016 und endete am 09.03.2016 um 12.00 Uhr. Schwerpunktthema der Veranstaltung waren „Responses to Environmental Change“. Zum Themenkomplex Lokalanpassungen hielt Prof. Luc de Meester (KU Leuven) einen exzellenten Hauptvortrag mit dem Titel „Rapid local genetic adaptation to environmental change and its impact on communities and ecosystems – water fleas in action“. Der zweite eingeladene Redner war Prof. Jean Clobert (CNRS Moulis), welcher einen ebenso hervorragenden Vortrag zum Thema „Dispersal, global warming and the pace of life“ präsentierte.

Mit insgesamt 106 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von 24 verschiedenen Institutionen aus dem In- und Ausland war das Treffen ausgesprochen gut besucht. 28 Nachwuchswissenschaftler/innen nutzten die Gelegenheit, ihre Forschungen in Kurzvorträgen zu präsentieren. Hinzu kamen 18 Poster, welche während der Poster-Session am Montagabend ausgiebig studiert und diskutiert wurden. Bemerkenswert war das durchweg sehr hohe Niveau der Beiträge. Am Dienstagnachmittag bestand die Gelegenheit, an einer Exkursion teilzunehmen, was von ca. 50 Teilnehmenden wahrgenommen wurde. Wir besuchten zunächst das Kieshofer Moor, wo wir Seeadler und Kraniche beobachten konnten. Anschließend ging es weiter zur Boddenküste, wo sich viele verschiedene Wasservogelarten zeigten. Am Abend stand dann ein gemeinsames Abendessen in der Brasserie Hermann auf dem Programm.